Aufteilung im Red-Bull-Imperium: Das ist der Erbe Mark Mateschitz

Mark Mateschitz im Sommer 2022 beim Großen Preis von Österreich Spielberg auf dem Red Bull Ring.

Mark Mateschitz im Sommer 2022 beim Großen Preis von Österreich Spielberg auf dem Red Bull Ring.
picture alliance / Bildagentur ATP | NÖGER Manfred

Der kürzlich verstorbene Gründer von Red Bull, Dietrich Mateschitz, hinterließ allein im Jahr 2020 ein Imperium mit mehr als 1,2 Milliarden Euro Gewinn.

Lange Zeit war nicht klar, was mit dem österreichischen Erbe und Reich geschehen würde.

Ein interner Brief, der den österreichischen Medien “Oe24” vorliegt, gibt nun Einblicke in die Aufteilung des Firmenimperiums: Mateschitz’ Sohn Mark übernimmt die Anteile des väterlichen Unternehmens und bekommt damit das auf 26 Milliarden Dollar geschätzte Firmenimperium per Erbschaft zugesprochen.

Lange Zeit war nicht klar, was nach seinem Tod aus dem Firmenimperium von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz werden sollte. Der Unternehmer starb kürzlich im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Wer erbt das Medienunternehmen Red Bull mit einem TV-Sender und zwei Formel-1-Teams und welche Anteile werden übernommen und wie wurde ein Krimi. Denn mit 51 Prozent befindet sich der Großteil der Unternehmensgruppe im Besitz der thailändischen Familie Yoovidhya. entschied sich für RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff als neuen Geschäftsführer.

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Jetzt steht auch fest: Mark, der einzige Sohn von Mateschitz, übernimmt die 49-Prozent-Anteile seines Vaters an der Firma. Das geschätzte Vermögen von Dietrich Mateschitz lag bei rund 26 Milliarden US-Dollar – das Mark Mateschitz nun voraussichtlich erben wird. Der 29-Jährige ist der reichste Österreicher, wie sein Vater zu Lebzeiten.

Allerdings wolle er sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen, wie Red Bull laut der österreichischen Nachrichtenplattform „Oe24“ in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter mitteilte. „Die Entscheidung ist mir schwer gefallen, weil Organics mit Red Bull ein Herzensprojekt ist. Aber ich glaube nicht, dass ich Angestellter und Anteilseigner im selben Unternehmen bin. Ich werde mich auf meine Rolle als Aktionär konzentrieren, sie interpretieren und mich daran beteiligen, wie ich es für sinnvoll und notwendig halte“, zitierten österreichische Medien aus dem internen Memo.

Er und sein Vater wollten Mark Mateschitz aus dem operativen Geschäft herausholen. „Wie von meinem Vater und mir vorgeschlagen und gewünscht und mit der Unterstützung unserer thailändischen Partner wird der Vorstand die Geschäfte von Red Bull führen“, zitiert die österreichische Zeitung aus der Mitteilung. Die Geschäfte werden künftig von den drei Geschäftsführern Franz Watzlawick (CEO Getränkegeschäft), Alexander Kirchmayr (CFO) und Oliver Mintzlaff (CEO Corporate Projects & Investments) geführt. Zu den größten Anteilseignern in Thailand sei „nicht nur geschäftlich, sondern noch mehr freundschaftlich verbunden“.

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Was ist über den Red-Bull-Erben bekannt?

Über den „Red Bull Prince“, wie ihn die Österreicher nennen, ist nicht viel bekannt, da er wie sein verstorbener Vater ein eher zähes Leben geführt hat. Er gibt selten Interviews oder tritt auf Veranstaltungen auf. Das genaue Geburtsdatum ist nicht klar, Mark Mateschitz wurde 1992 oder 1993 geboren. Er wuchs bei seiner Mutter und Mateschitz’ Ex-Freundin Anita Gerhardter auf. Mit ihr soll Mateschitz eine zweijährige Beziehung gehabt haben. Mark wuchs als geb. Gerhardter auf und nahm als Erwachsener nur den Nachnamen seines Vaters an. Laut “oe24” absolvierte er eine duale Ausbildung mit Abitur und handwerklicher Ausbildung an einer Privatschule in Salzburg. Ab 2011 studierte er Wirtschaftswissenschaften, ebenfalls in Salzburg.

Red Bull Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz (r.) mit seinem Sohn Mark Mateschitz im Sommer 2020 beim Tipico Bundesligaspiel in Salzburg.

Red Bull Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz (r.) mit seinem Sohn Mark Mateschitz im Sommer 2020 beim Tipico Bundesligaspiel in Salzburg.
picture alliance / BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com | BARBARA GINDLE

Sein Vater Mark Mateschitz soll sich schon in jungen Jahren auf die Übernahme des Imperiums vorbereitet haben: Kurz vor seinem 20. Lebensjahr übertrug „Didi“ ihm die Hälfte der Anteile an der Dietrich Mateschitz Verwaltungs OG. Durch diesen Anteil konnte er in das Immobiliengeschäft seines Vaters einsteigen. Danach leitete er mehrere Jahre die Brauerei Thalheimer Heilwasser.

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Anfang Juli 2021 wurde der Sohn Geschäftsführer der Mark Mateschitz Beteiligungs GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der väterlichen Distribution & Marketing GmbH Gruppe. Letztere hält 49 Prozent der Anteile an der Red Bull GmbH. Die Holdinggesellschaft von Mark Mateschitz ist nach ihm benannt, einem Anteilseigner im Immobiliengeschäft seines Vaters.

Ab 2022 trat er in den Vorstand der „Wings of Life Foundation“ im Red-Bull-Imperium ein, die seine Mutter führt. Zuletzt leitete er als „Head of Organic“ bei Red Bull den Bereich für Produkte für Bio-Erfrischungsgetränke. Von dieser Position als aktiver Gesellschafter tritt er nun jedoch zurück.

Fun Fact: Das Sternzeichen von Mark Matschitz soll der Stier sein – genau wie das Maskottchen von Red Bull.

s.go

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