Ex-Reus-Physio Zetzmann: „Vom WM-Aus mehr enttäuscht als überrascht” | Sport

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“Eher Enttäuschung als Überraschung über Marcos WM-Aus”

Wieder nichts! Dortmunds Stürmer Marco Reus (33) wird sein nächstes – und wohl letztes – großes Turnier verpassen. Pech mit Verletzungen blieb bei ihm. Sein langjähriger BVB- und Privatphysiker Thomas Zetzmann (51) wird zutiefst bedauert.

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BILD: Wie überrascht waren Sie von der Nachricht, dass Marco Reus aus der WM genommen wurde?

Zetzmann: „Ich bin viel mehr enttäuscht als überrascht. Ich bin mir sicher, dass alle ihr Bestes gegeben haben, um Marco in Katar zu haben. Und es war immer noch nicht genug. Das ist verdammt bitter!”

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BILD: Warum ist Reus so verletzungsanfällig?

Zetzmann: „Das lässt sich natürlich nicht in zwei Sätzen beantworten. Die Realität ist jedoch, dass die meisten seiner Verletzungen während meiner Zeit bei Borussia auf Kampfhandlungen zurückzuführen waren und nicht so muskulös waren.

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Thomas Zetzmann betreute Marco Reus – bei Bedarf – auch im Urlaub

Thomas Zetzmann betreute Marco Reus – bei Bedarf – auch im Urlaub

Foto: picture alliance / augenklick/firo Sportphoto

BILD: Als persönlicher Physiotherapeut von Marco Reus haben Sie – wenn nötig – auch im Urlaub mit ihm trainiert. Und ihr Dienstplan ist vollständig darauf abgestimmt. Allerdings trennte sich der BVB im Sommer von Ihnen. Nach 16 Jahren. Verstanden?

Zetzmann: „Es sieht so aus, als wollte Borussia auf dem Gebiet der Medizin neue Wege gehen. Was nach so langer Zeit legitim ist. Andererseits basiert Heilung auf gegenseitigem Vertrauen – und das hatten Marco und ich von Anfang an. Mir ist nicht bekannt, was in den Monaten nach meinem Weggang in Dortmund passiert ist.”

BILD: Hat Ihre Entlassung Reus oder dem BVB mehr gegeben?

Zetzmann: „Das kann ich nicht bewerten oder beurteilen. Das sollten andere besser machen. Aber manchmal ist es gut, aus dem Trott herauszukommen.”

Zum Ende der vergangenen Saison verabschiedete sich Physio Thomas Zetzmann nach 16 Jahren offiziell vom BVB

Zum Ende der vergangenen Saison verabschiedete sich Physio Thomas Zetzmann nach 16 Jahren offiziell vom BVB

Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto

BILD: Hast du noch Kontakt zu Marco?

Zetzmann: „Im Moment weniger. Nach so vielen Jahren intensiver Zusammenarbeit tut es gut, die Situation aus der Ferne zu betrachten. Auch wenn es mich gerade traurig macht…“

BILD: Was machst du und wie sieht deine Zukunft aus?

Zetzmann: „Momentan genieße ich das Zusammensein mit meinem Sohn (20) und meiner Mutter (86). Darüber hinaus mache ich auch diverse Trainings in Reha und Fußball. Denn ich bin Fußballtherapeut durch und durch – und das schon mein ganzes Berufsleben lang. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, bald wieder die individuelle Betreuung von Langzeitverletzten innerhalb eines Vereins oder bei ausgewählten Mannschaften zu übernehmen. Ich bin offen für neue Herausforderungen.”

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