Ferrari-F1-Team: Vasseur Teamchef ab Januar 2023

Ferrari hat einen neuen Rennleiter. Nach dem Abgang von Mattia Binotto Ende des Jahres verpflichtete die Scuderia Frederic Vasseur. Der Franzose kommt von Alfa-Romeo-Sauber. In Maranello wartet viel Arbeit auf ihn.

Ferrari wollte bis spätestens Januar Klarheit. Danach dauerte es nicht mehr lange. Gut zwei Wochen nach der Ankündigung, dass Mattia Binotto den Rennstall aus Maranello nur noch bis Ende Dezember führen wird, hat Ferrari seinen Nachfolger gefunden. Die Wahl fiel auf Frederic Vasseur, der die Sauber Motorsport AG seit Mitte 2017 als Teamchef und CEO führt. Dann, nach Jahren ohne grössere Investitionen, leistete er in Hinwil erfolgreiche Aufbauarbeit. Es hat eine Weile gedauert, bis Sauber wieder auf ein ordentliches Niveau zurückgekehrt ist. So viel Zeit wird er bei Ferrari nicht haben.


Die Verpflichtung des 54-jährigen Franzosen ist keine Überraschung. Vasseur stand als Kandidat für die Nachfolge von Binotto auf der Pole Position, in den der Ferrari-Vorstand nicht das nötige Vertrauen hatte. Trotz einer Saison, in der die gesetzten Ziele erreicht wurden. Es gab jedoch noch einige Hürden zu überwinden, bevor Vasseur in Maranello ins Ziel kam. Zunächst musste die Verbindung zu seinem jetzigen Rennstall gekappt werden. Dafür war Vasseur nicht nur bei Alfa-Sauber, sondern auch in anderen Geschäftsbereichen aktiv. Unter anderem im Fahrermanagement.

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Frederic Vasseur - Charles Leclerc - GP von Spanien 2022 - Barcelona

xpb

Frederic Vasseur und Charles Leclerc kennen sich bereits aus gemeinsamen Zeiten in der GP3-Meisterschaft und bei Sauber.

Vasseur zu Ferrari

Als Rennleiter von Ferrari muss er sich jedoch ganz der Scuderia widmen. Vasseur tut dies jetzt eindeutig und übernimmt die Aufgabe, Ferrari erneut zu einem WM-Titel zu führen. Das hat seit 2007 kein Fahrer geschafft. Der letzte war Kimi Räikkönen. Der letzte Konstrukteurspokal war 2008. Seitdem gab es viele Veränderungen in der Führungsspitze des erfolgreichsten Formel-1-Rennstalls der Geschichte.

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Vasseur ist der fünfte Chef des Ferrari-Teams seit 2008. Alfa-Sauber verabschiedet sich von „einem Freund, einem Mentor, einem Chef, der das Beste aus seinen Schützlingen herausholen konnte“. Das muss der Franzose ab Januar 2023 bei Ferrari machen. Die Scuderia wird ihm alles abverlangen. Die Position des Teamleiters wird dann an fünf Arbeitstagen in der Woche nicht besetzt. Bei keinem anderen Rennstall ist politische Unterstützung so wichtig wie bei Ferrari. Vasseur muss sich selbst intern steuern und verkabeln.


Zunächst einmal muss er sich in einem super Teamumfeld schnell zurechtfinden. Vasseur hat in seiner Karriere noch nie mit einer einzigen Person zusammengearbeitet. Vor seinem Wechsel zu Sauber war er 2016 für eine Saison Teamchef bei Renault. Damals verließ er den Rennstall nach einem Streit mit dem damaligen Sportdirektor Cyril Abiteboul.

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Zusammenarbeit mit Leclerc

Ferrari ist eine ganz andere Hausnummer als Alfa-Sauber – und auch zu Renault. Die größte Herausforderung, die man sich in der Formel 1 stellen kann. Immerhin trifft er in Charles Leclerc auf einen alten Bekannten. Die beiden haben bereits in der Junioren-GP3-Meisterschaft zusammengearbeitet. Und bei Alfa-Sauber in der Formel-1-Saison 2018.


Vasseur verlässt ein Team, das in der vergangenen Saison Weltcup-Sechster wurde. Er geht auf den zweiten Platz. Für Ferrari, so viel steht nach Binottos Abgang fest, zählt nur noch der WM-Titel. Der zweite Platz ist Vorstand und Aufsichtsrat nicht gut genug. Nicht einmal in einer Phase, in der sich das Team neu aufbaut.


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