Fortuna Düsseldorf: De Wijs und Hendrix machen alles zusammen | Sport

Jordy de Wijs (28) und Jorrit Hendrix (27) sind unzertrennlich.

Die beiden Niederländer kennen sich schon lange – und sprechen exklusiv mit BILD über ihre lange Freundschaft.

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BILD: Wie haben Sie das Trainingslager und das Hotel in Marbella empfunden?

Hendrix: „Das Hotel ist wichtig, aber nicht das Wichtigste. Das hängt von den Trainingseinheiten und den guten Spielen ab.”

De Wijs: „In der Sonne zu trainieren ist immer besser als im Regen – auch für die Atmosphäre. Ich genoss.”

BILD: Herr Hendrix, das war Ihr erstes Trainingslager bei Fortuna.

Hendrix: „Aber für mich ist es ein ganz normales Trainingslager. Die Jungs in Düsseldorf sehe ich auch jeden Tag. Aber es ist gut, hier mit dem Team in der Sonne Spaniens zu sein. Es ist gut, woanders zu sein, woanders zu arbeiten. Wir haben hier gute Bedingungen.

BILD: Sie hatten im Dezember frei und waren zusammen im Urlaub. Hast du dich fit gehalten?

De Wijs: „Ich habe viel in den Ferien gearbeitet. Aber dann sind wir zusammen in den Urlaub gefahren. Alle kamen frisch zurück und jetzt bauen wir auf, um bei 100 Prozent zu sein. Diese Woche ist wichtig für mich.“

Hendrix: „Wir sind viel geschwommen, haben das Laufband im Fitnessstudio benutzt und sind oft mit unseren Kindern ins Schwimmbad gegangen. Es ist auch anstrengend (lacht). Wir haben auch mit einem kleinen Ball Fußball gespielt.”

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BILD: Auch Ihre Frauen und Kinder scheinen eng befreundet zu sein.

Hendrix: „Wir sind sehr verbunden. Wir sind beste Freunde, unsere Frauen sind beste Freunde, unsere Kinder sind beste Freunde. Auch wenn wir uns drei, vier Jahre nicht gesehen haben und uns wiedersehen oder in den Urlaub fahren, ist es wie früher.”

BILD: Sie sind schon ewig Freunde. Wann habt ihr euch getroffen?

De Wijs: „2005 bin ich in die U9 zum PSV Eindhoven gewechselt. Dort spielte Jorrit bereits.”

BILD: Herr Hendrix, wie war Ihr erster Eindruck von Ihrem Freund?

Hendrix: „Jordy war als Kind sehr groß. Vor seinem Wechsel zum PSV war er beim RKC Waalwijk. Wir haben gegeneinander gespielt. Er war Linksaußen und hat gegen uns zwei Tore geschossen. Alle hatten Angst vor ihm, weil er so groß und breit und so hart war. Ein Jahr später kam er zum PSV.”

BILD: Wann ist die große Freundschaft zwischen Ihnen beiden entstanden?

De Wijs: „Jorrit spielte schon bei den Profis. 2015 schloss ich mich auch den Profis an. Dann zog ich zusammen mit meiner Freundin in eine Wohnung im selben Haus, in dem Jorrit mit seiner Freundin wohnte. Dann verbrachten wir den größten Teil des Tages zusammen.“

Hendrix: „Es war nur eine Frage, ob wir bei ihm oder bei mir gegessen haben. Wir gingen ins Kino. Wir haben alles zusammen gemacht.”

BILD: Haben Sie sich noch regelmäßig gesehen, als Sie aufgehört haben, zusammen zu spielen?

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Hendrix: „Jordy wurde zweimal an Excelsior Rotterdam ausgeliehen. Damals wohnte er noch in Eindhoven, wir sahen uns jeden Tag. Erst als er nach Hull City ging und QPR und ich nach Russland zogen, sahen wir uns drei oder vier Jahre lang nicht sehr oft. Wir hatten immer diesen Wunsch, eines Tages zusammen zu spielen. Dann hatte ich die Möglichkeit, nach Düsseldorf zu wechseln.“

BILD: An welche gemeinsamen Momente werden Sie sich immer erinnern?

Hendrix: „Als Jordy zum ersten Mal Vater wurde. Wir hatten eine Übung und Jordy bekam nach der ersten Sitzung einen Anruf von seiner Freundin, dass sie Wehen hatte. Dann fragte er den Trainer und sagte: ‚Worauf wartest du, beeil dich!’ Als ich nach der zweiten Trainingseinheit ins Krankenhaus kam, war das Baby schon da.”

De Wijs: „Als Jorrit seine erste internationale Reise für die Niederlande unternahm. Das war schon etwas ganz Besonderes, wenn der beste Freund zum ersten Mal für die Nationalmannschaft spielt.“

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BILD: Herr de Wijs, wie haben Sie Ihren besten Freund davon überzeugt, zu Fortuna zu wechseln?

Hendrix: „Es hat gereicht, dass er da war (lacht).“

De Wijs: „Ich habe ihm gesagt, wie gut mich der Verein, die Mitarbeiter und die Spieler hier aufgenommen haben. Ich habe ihn davon überzeugt, dass ein Wechsel zu Fortuna gut und wichtig für seine Zukunft sein könnte. Aber natürlich musste er seine Karriere selbst entscheiden.

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BILD: Sie wärmen sich immer nebeneinander auf. Sie, Mr. Hendrix, reden fast ununterbrochen. Herr de Wijs, Sie nicken meistens nur.

Hendrix: „Ja, ich kann viel reden. Jordy ist ziemlich ruhig. Ich hatte mehr Energie und redete mehr. Es ist ein gutes Gegenmittel. Wir passen gut zusammen. Er hat einen guten Einfluss auf mich. Wir holen das Beste aus uns heraus.”

De Wijs: „Auf dem Platz ist es genau umgekehrt: Ich bin derjenige, der zu emotional ist, der zu realistisch spielen will. Jorrit hingegen ist ruhiger und entspannter.“

BILD: Herr Hendrix, Sie sind jetzt seit einem halben Jahr bei Fortuna. Wie bewertest du dich dieses Mal?

Hendrix: „Ich versuche, dem Team zu helfen, wenn ich kann. Ich will meine Erfahrung einbringen, ich will die Mannschaft nach vorne bringen. Aber es geht nicht um mich, das braucht jeder Spieler im Team. Wenn alle an einem Strang ziehen, werden wir gemeinsam erfolgreich sein.

BILD: Die Verletzten sind jetzt zurück. Was ist für den Klub in der Rückrunde noch möglich?

De Wijs: „Es spielt keine Rolle, wer auf dem Feld steht. Wir sind Fortuna Düsseldorf. Unser Ziel ist es, an der Spitze zu stehen.“

Hendrix: „Es ist gut, dass alle Spieler zurück sind. Wir brauchen sie alle. Jetzt muss jeder um seinen Platz im Team kämpfen. In der Hinrunde klappte es, wenn jemand ausfiel, der nächste Schritt für ihn. Aber für die Rückrunde sollten möglichst alle fit bleiben.”

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