Geldpolitik gibt Richtung vor: Starker Euro, schwacher DAX


Fachmessen

Veranstaltung: 23.01.2023 12:47 Uhr

Der DAX konnte seinen frühen Kursanstieg nicht kontrollieren. Dass sich die Vorvermessung Anfang des Jahres schwer getan hat, ihren Wettbewerb fortzusetzen, hat auch mit der Entwicklung des Auslandsmarktes zu tun.

Die anfängliche Euphorie am deutschen Aktienmarkt ist verflogen. Im frühen DAX-Handel erreichte er 15.145 Punkte. Doch bevor die deutschen Standardkurse alle Verluste auf die Differenz vom Donnerstag (15.134/15.157 Punkte) schließen konnten, drehten sie um. Das Tagestief liegt bei 15.024 Punkten und damit sogar leicht unter dem Schlusskurs vom Freitag.

Nun sollte der DAX hier den Vorteil sehen

Damit kann der DAX erstmals seinen starken Siegeszug seit Jahresbeginn nicht fortsetzen. Damit steigt das Risiko, dass sich die am vergangenen Donnerstag begonnene Korrektur am deutschen Aktienmarkt schnell fortsetzen könnte. Perspektivisch ist der Unterstützungsbereich von 14.800 / 15.000 Punkten noch einmal wichtig für Anleger.

Im Dunstkreis um die runde Marke von 15.000 Punkten hat der DAX mehrere wichtige und niedrigere Niveaus markiert als in der Vergangenheit. „Aber die wichtigste Verteidigungslinie der Bullen ist der Boden des Marktes bei 14.800 Punkten, der vor zwei Wochen zurückkehrte“, sagte IG-Analyst Christian Henke.

Euro teurer als seit April 2022

Gegenwind bekommt der DAX derzeit von den Auslandsmärkten. Die Rückkehr des Euro belastet vor allem die deutschen Exporte, die den DAX stark belasten. Die meisten europäischen Währungen haben in letzter Zeit deutlich gegenüber dem Dollar an Wert gewonnen. Bis zum Vormittag war er auf 1,0919 $ gestiegen, den höchsten Stand seit April 2022.

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Der Euro profitiert von den von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten Zinssätzen. „Die Erwartung, dass die EZB in diesem Jahr die Zinsen stärker strafft als die Fed, beflügelt die Gemeinschaftswährung“, sagte Chefvolkswirt Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Aktualisiertes Geschäft vom 23.01.2023

Bettina Seidl, 23.1.2023 09:50 TSİ

Die EZB-Geldpolitik bleibt ein Risikofaktor für den DAX

Laut der jüngsten Ankündigung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gehen Ökonomen davon aus, dass die Europäische Zentralbank weiterhin aggressiv agieren wird. Im Februar und März sollen sie den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte erhöhen.

Die Geldpolitik der Notenbanken ist daher nach wie vor der wichtigste Risikofaktor für den Aktienmarkt. Denn steigende Zinsen machen die Anlage in Aktien weniger attraktiv.

Die Kurseuphorie an der Wall Street ist verflogen

Auch US-Indizes könnten es heute schwer haben, an ihre starken Werte vom Freitag anzuknüpfen. Die Zukunft des Leitindex Dow Jones Industrial Average tendiert nun seitwärts. Futures auf den technologielastigen Nasdaq 100 fielen um 0,1 Prozent.

Wie es an der Wall Street weitergeht, hängt vom weiteren Verlauf der US-Berichtssaison ab. Im Laufe dieser Woche werden der Flugzeughersteller Boeing, der Softwarehersteller Microsoft und der Elektroauto-Pionier Tesla über das letzte Quartal berichten.

Vonovia steht an der Spitze des DAX

Zur Mittagszeit stieg die Vonovia-Aktie mit einem Kursplus von mehr als zwei Prozent an die Spitze des DAX. Analyst Rob Jones von der Investmentbank Exane BNP Paribas veröffentlichte eine gute Marktforschung und zählte Vonovia zu seinen Favoriten.

Symrise mit Schweden-Elfmeter

Mit Abstand größter DAX-Verlierer war hingegen die Symrise-Aktie, die um mehr als sechs Prozent nachgab. Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen hat seine Aktionäre mit unerwarteten Abschreibungen auf eine Beteiligung in Schweden vor den Kopf gestoßen.

RWE braucht Geld von Lützerather Aktivisten

Nach der Evakuierung des Dorfes Lützerath kündigte der Energiekonzern RWE an, öffentlich gegen die Demonstranten vorzugehen. „Natürlich müssen alle Betroffenen einen Schadensersatzanspruch geltend machen“, sagte Unternehmenssprecher Guido Steffen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Gebuchte Posts sollten am Dienstag eintreffen

Nach drei Protesttagen will die Post bis Dienstagabend drei Millionen Briefe und eine Million Pakete zustellen. Die Gewerkschaft ver.di betreibt von Donnerstag bis Samstag Schreib- und Paketzentren.

Jutta Dönges wird CFO von Uniper

Der in der Ölkrise vom Staat übernommene Energiekonzern Uniper hat einen neuen Finanzvorstand gefunden. Die seit Dezember an der Spitze der Bundesregierung stehende Volkswirtin Jutta Dönges wechselt in den Vorstand und verantwortet dort ab dem 1. März die Finanzen.

Stahlhersteller fahren Hochöfen zurück

Die Stahlindustrie in Deutschland mit Unternehmen wie Thyssenkrupp und Salzgitter hat ihre Produktion im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent auf 36,8 Millionen Tonnen reduziert. Mit Ausnahme von Corona im Jahr 2020 ist dies die niedrigste Jahresrate seit 2009.

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Die Salzgitter AG will bis 2033 800 Stellen abbauen

Der Stahlkonzern Salzgitter AG will bis 2033 rund 500 bis 800 Stellen abbauen. Im Zuge der Umstellung der Produktion auf sicherere Prozesse werden künftig weniger Arbeitskräfte benötigt, sagt Vorstandsvorsitzender Gunnar Groebler der “Braunschweiger Zeitung”.

Secunet mit Verkaufsinformationen

Namen von Secunet Security Networks wollen sogar das Ziel (EBIT) für 2022 nicht erreichen. Beim Umsatz haben die IT-Sicherheitsdienste jedoch die Dokumentkosten erreicht und die Ziele des Managements übertroffen. Insbesondere das vierte Quartal sorgte erneut für Rückenwind.

Goldman Sachs will andere Investitionen reduzieren

Die US-Bank Goldman Sachs will nach einem Gewinnrückgang im letzten Quartal 2022 weitere Investitionen in ihre Management-Tools reduzieren. Der Fokus liegt vor allem auf Private Equity und Immobilien.

Elon Musk im Zeugenstand der Klage des Geschäftsmanns

Im Prozess des Betrugs von Investoren gegen Tesla-Chef Elon Musk wurde der Technikexperte selbst in den Zeugenstand geladen. Allerdings passierte zunächst nichts: Etwa eine halbe Stunde nachdem Musks Vernehmung durch den Anwalt des Klägers am Freitag begann, vertagte sich das Gericht bis Montag.

Elliott investiert Milliarden in Salesforce

Aktivistischer Investor Elliott Management Corp. Laut einer Pressemitteilung hat es Milliarden von Dollar in den SAP-Konkurrenten Salesforce Inc. investiert. „Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Salesforce, um den richtigen Preis für ein Unternehmen seiner Größe zu erzielen“, sagte Jesse Cohn, Chief Executive von Elliott, gegenüber dem Wall Street Journal.

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