Putin zu Verhandlungen mit Ukraine bereit

  1. Startseite
  2. Politik

Erstellt von: Aktualisiert:

Von: Daniel Dillmann

Teilen

Pünktlich zu Weihnachten ist der russische Präsident Wladimir Putin bereit, über Krieg in der Ukraine zu sprechen. Währenddessen greift Moskaus Armee ukrainische Städte weiter an.

  • Krieg gegen Weihnachten: Russland beschießt ukrainische Städte an Feiertagen weiter
  • Zeichen der Hoffnung: Der russische Präsident Wladimir Putin ist zu Verhandlungen bereit
  • Anmerkung der Redaktion: Lesen Sie hier die neuesten Nachrichten und Entwicklungen aus dem Konflikt in der Ukraine. Ein Teil der hier verarbeiteten Informationen aus dem Ukraine-Krieg stammt aus Russland bzw. der Ukraine und damit von den Kriegsparteien selbst. Daher können diese Informationen nicht unabhängig überprüft werden.
Auch Lesen :  Olaf Scholz‘ Politik des Stillstands: Der Bundeskanzler und sein zweites Opfer

+++ 17.48 Uhr: Am 26. und 27. Dezember findet in Moskau ein informelles Gipfeltreffen der “Gemeinschaft Unabhängiger Staaten” (GUS) statt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte unter anderem den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko eingeladen. Bei ihrer Gründung war auch die Ukraine Mitglied. 2018, zwei Jahre nachdem Russland die Halbinsel Krim annektiert hatte, verließ das Land die Union.

Update, 15:35 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj wandte sich in einer Videoansprache an die Menschen in der Ukraine. Er wünschte den Menschen ein frohes Weihnachtsfest. Mit Blick auf die anhaltenden Angriffe aus Russland sagte Selenskyj: „Wir werden nicht auf ein Wunder warten. Wir werden selbst etwas tun.“ Auf indirekte Gesprächsangebote von Wladimir Putin reagierte der Präsident der Ukraine nicht.

Auch Lesen :  Raketenwerfer soll Putin vor Angriffen schützen – „Tödliche Fracht“ auf AKW-Gelände?

Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine? Putin scheint bereit

Erstmeldung vom 25.12.2022: Moskau – Die Kämpfe im Krieg in der Ukraine machen auch vor Weihnachten nicht halt. Truppen aus der Stadt Cherson eröffneten in der Nacht zum Sonntag (24.12.2022) das Feuer auf den Ukrainer. Die Ukraine hingegen berichtete, dass ihre eigenen Streitkräfte mehrere russische Kampffahrzeuge zerstören konnten.

Auch Lesen :  Soldat berichtet von heftigen Kämpfen im Ukraine-Krieg

Aber am Sonntagmorgen schlug Moskau einen anderen Ton an. Das sagte der russische Präsident Wladimir Putin persönlich in einem Interview des staatlich kontrollierten Fernsehsenders Russland 1 zum anhaltenden Konflikt in der Ukraine: “Wir sind bereit, mit allen Beteiligten akzeptable Lösungen auszuhandeln, aber das liegt an ihnen – nicht wir lehnen Verhandlungen ab, sondern sie.” Putin betonte in dem Interview auch, dass die russische Armee engagiert sei. in der Ukraine sei “auf dem richtigen Weg”.

Krieg in der Ukraine: Putin sieht kein großes Risiko im Konflikt mit dem Westen

Er gab erneut dem Westen die Schuld. Das Ziel einer von den Vereinigten Staaten geführten ausländischen Allianz ist es, Russland zu zerstückeln. Der Westen hat 2014 auch den Konflikt in der Ukraine begonnen – indem er den ehemaligen pro-russischen Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, während der Maidan-Proteste in Kiew aus dem Amt trieb.

Präsident Wladimir Putin ist in Moskau in Weihnachtsstimmung und schlägt auch beim Krieg in der Ukraine versöhnliche Töne an.
Präsident Wladimir Putin ist in Moskau in Weihnachtsstimmung und schlägt auch beim Krieg in der Ukraine versöhnliche Töne an. © WALERIJ SCHARIFULIN/AFP

Doch in dem Interview, in dem Putin erstmals seit langem wieder Verhandlungen mit der Ukraine ansprach, versuchte der russische Präsident, den Konflikt mit dem Westen herunterzuspielen. Es erreichte kein gefährliches Niveau. Putin nannte den von ihm befohlenen Angriff auf die Truppen erneut eine “militärische Spezialoperation”. Das Wort „Krieg“, das der Präsident vor Tagen zum ersten Mal benutzte, fiel diesmal wieder weg.

Kriegsverhandlungen in der Ukraine: Bisher keine Ergebnisse

Auch nach mehr als 300 Tagen Krieg in der Ukraine hat es zwischen Russland und der Ukraine keine ernsthaften Verhandlungen über einen Waffenstillstand gegeben. Die Regierung von Wolodymyr Selenskyj in Kiew hat immer betont, dass Verhandlungen erst in Erwägung gezogen werden, wenn alle russischen Truppen ukrainischen Boden verlassen. Laut Selenskyj werden es nicht nur die Gebiete sein, die von dem Krieg besetzt sind, der seit Februar vergangenen Jahres andauert. Russland muss auch die 2014 annektierte Halbinsel Krim verlassen. Moskau hat in den vergangenen Tagen bekräftigt, dass es zu Verhandlungen bereit sein wird, sobald die Ziele der militärischen Sonderoperation erreicht sind. Was diese Ziele sind, bleibt ein Geheimnis des Kremls. (Daniel Dillmann)

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button